Was passiert eigentlich hinter den Türen des Bundesverfassungsgerichts? Wie wird entschieden, wenn grundlegende gesellschaftliche und politische Fragen aufeinandertreffen? Und wo verlaufen die roten Linien, die das Grundgesetz unserer Demokratie setzt?
Susanne Baer gehörte zwölf Jahre lang dem Bundesverfassungsgericht an. Von 2011 bis 2023 war sie Richterin im Ersten Senat und an zahlreichen bedeutenden Entscheidungen beteiligt. Heute lehrt sie wieder Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin.

© Petra Rickert
In ihrem Buch „Rote Linien“ gibt sie einen persönlichen Einblick in eine Institution, deren Entscheidungen unser Zusammenleben prägen – und deren Arbeitsweise dennoch nur wenige wirklich kennen. Wie wird sichergestellt, dass unterschiedliche Positionen gehört werden? Wie wird gestritten? Wie finden acht Richterinnen und Richter auch bei großen Kontroversen zu gemeinsamen Entscheidungen? Und welche Rolle spielt das Bundesverfassungsgericht für den Schutz unserer Demokratie?

Darüber spricht Susanne Baer mit Robert Frau, Professor für Öffentliches Recht an der TU Bergakademie Freiberg. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, was eine wehrhafte Demokratie ausmacht und warum unabhängige Institutionen und das Grundgesetz für sie unverzichtbar sind.
Moderiert wird der Abend von Bastian Wierzioch, Diplomjournalist, Politikwissenschaftler und Reporter bei MDR Kultur. Eröffnet wird die Veranstaltung von Dr. Julia Meyer, Direktorin der Universitätsbibliothek Freiberg.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Was bedeutet (uns) Demokratie?“